TK Elevator Testturm Rottweil: Deutschlands höchste Aussichtsplattform
Der TK Elevator Testturm in Rottweil ist nicht einfach nur ein Hochhaus, sondern ein technisches Versuchslabor mit einer Höhe von 246 Metern – und beherbergt gleichzeitig die höchste öffentlich zugängliche Aussichtsplattform Deutschlands. Auf 232 Metern stehst du fast in den Wolken und blickst gleichzeitig auf den Schwarzwald, die Schwäbische Alb und an klaren Tagen bis zu den Alpen. Ich war heute oben – direkt nach meinem Gang über die NECKARLINE Hängebrücke –, und der Wechsel zwischen 60 Metern auf der Brücke und 232 Metern auf der Plattform ist eine Höhen-Achterbahn, sicherlich ein einzigartiges Erlebnis.
TK Elevator Testturm Rottweil: 246 Meter Versuchslabor mit Aussichtsplattform
Gebaut zwischen 2014 und 2017 von thyssenkrupp Elevator (heute TK Elevator) ist der Turm in erster Linie eines: ein Forschungs- und Testturm für Hochgeschwindigkeitsaufzüge. Im Inneren laufen 12 Schächte parallel, in denen neue Aufzugssysteme bis zur Marktreife getrieben werden – darunter auch die seillosen MULTI-Aufzüge, die sich horizontal und vertikal bewegen können. Mit seinen 246 Metern Bauwerkshöhe ist der Rottweiler Turm der zweithöchste Aufzugstestturm der Welt und der höchste in Europa.
Was ihn für Besucherinnen und Besucher so besonders macht: Auf 232 Metern sitzt eine offene Aussichtsebene, die als höchste öffentlich zugängliche Aussichtsplattform Deutschlands gilt. Hochgefahren wirst du in einem Panorama-Aufzug, der die Strecke in rund 30 Sekunden bewältigt. Das ist schneller, als man die Sätze braucht, um zu erklären, was gleich passiert – und genau dieser kontrollierte Adrenalinkick gehört zum Erlebnis dazu.


TK Elevator Testturm Rottweil, © Manuel Molicki
Aussichtsplattform Rottweil: Ein Blick bis zu den Alpen
Oben angekommen wirst du nicht in eine verglaste Skyline-Lobby gespuckt, sondern auf eine offene Plattform mit Sicht in alle Himmelsrichtungen. Direkt zu deinen Füßen liegt die historische Altstadt von Rottweil mit ihren mittelalterlichen Erkern, etwas dahinter beginnen die Hügel der Schwäbischen Alb, im Westen rollt der Schwarzwald in Wellen weg, und an wirklich klaren Tagen kannst du im Süden die Alpenkette erkennen – vom Säntis bis weit in die Schweizer und Vorarlberger Berge. Ich war heute Nachmittag oben, das Licht war scharf, und der Blick reichte über die Baar weit hinein in die Schweizer Berge.
Mein Lieblingsmoment: die Verbindung der beiden neuen Wahrzeichen. Von der Plattform aus siehst du die NECKARLINE Hängebrücke als feinen, gespannten Strich über das Neckartal – 606 Meter Statik, von oben betrachtet wie ein Bleistiftstrich auf der Landschaft. Und du siehst genau die Strecke, die du selbst vorher gegangen bist. Dieser kleine Aha-Moment macht den Tagesausflug erst wirklich rund.
Werner Sobek & die Architektur des Testturms
Hinter dem Turm steht der Stuttgarter Architekt und Tragwerksingenieur Werner Sobek – einer der prägendsten Köpfe der zeitgenössischen deutschen Hochbau-Architektur. Die ikonische spiralförmige Hülle aus weißem PTFE-beschichtetem Glasfasergewebe ist nicht nur Designstatement, sondern Funktion: Sie reduziert die Windanregung des schlanken Turms und sorgt dafür, dass das Bauwerk in den oberen Geschossen wesentlich ruhiger steht, als ein Turm dieser Höhe es normalerweise täte. Architektonisch ist der Turm damit nicht zufällig auf jeder Liste „beeindruckende Bauwerke in Deutschland“ – er ist ein Lehrstück darüber, wie sich Ingenieurskunst und Gestaltung gegenseitig begründen können.
Praktische Tipps für deinen Besuch im Testturm Rottweil
Mein Tipp: Kombiniere unbedingt Testturm und NECKARLINE an einem Tag. Du startest am besten in der Altstadt von Rottweil, gehst über die Hängebrücke ans Berner Feld und setzt dort den Punkt mit einem Aufstieg auf den Turm. Plane für die reine Plattform 30 bis 45 Minuten ein – mit Wartezeiten am Aufzug, gerade an Wochenenden, eher eine Stunde. Tickets buchst du am sichersten vorab online über den offiziellen Shop, dann sparst du dir das Schlangestehen an der Tageskasse. Eine Jacke schadet nicht: 232 Meter über Grund weht es auch im Sommer spürbarer als unten.
Aktuelle Öffnungszeiten, Ticketpreise und Buchungen findest du auf der offiziellen Webseite:
testturm.tkelevator.com
Gut zu wissen
Wie hoch ist die Aussichtsplattform am Testturm Rottweil?
Die Aussichtsplattform liegt auf 232 Metern Höhe und ist damit die höchste öffentlich zugängliche Aussichtsplattform Deutschlands. Die Bauwerkshöhe des Turms selbst beträgt 246 Meter.
Was kostet der Eintritt zum Testturm in Rottweil?
Erwachsene zahlen 9 €, Kinder ab 5 Jahren 5 €, Kinder unter 5 Jahren haben freien Eintritt. Ein Familienticket (zwei Erwachsene plus bis zu drei Kinder) kostet 26 €. Aktuelle Tarife und Online-Buchungen findest du auf der offiziellen Webseite.
Wann hat der Testturm Rottweil geöffnet?
Die Aussichtsplattform ist freitags bis sonntags sowie an Feiertagen jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Saisonale Sonderöffnungszeiten und tagesaktuelle Hinweise findest du auf testturm.tkelevator.com.
Wo befindet sich der Testturm und wie komme ich hin?
Adresse: Berner Feld 60, 78628 Rottweil. Mit dem Auto über die A81, Abfahrt Rottweil – am Berner Feld gibt es Großparkplätze direkt am Turm. Mit der Bahn über die Gäubahn nach Rottweil, von dort per NECKARLINE Hängebrücke direkt zum Turm – das ist die spektakulärste Anreise.
Wer hat den Testturm in Rottweil entworfen?
Der Turm wurde vom Stuttgarter Architekten und Tragwerksingenieur Werner Sobek entworfen. Die spiralförmige Hülle aus PTFE-beschichtetem Glasfasergewebe ist nicht nur ein gestalterisches Markenzeichen, sondern reduziert die Windanregung des schlanken Bauwerks.

Moin! ich bin Manuel. Mit Black Forest Patrol – meinem Guide für außergewöhnliche Erlebnisse im Schwarzwald – kombiniere ich meine Leidenschaft für Outdoor, Design & Marketing. Begleite mich auf meiner Reise durch den Schwarzwald. Mehr Infos